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Wenn das Bewusstsein erwacht, beginnt die alte Welt zu sterben.

28. Juli
2 Min. Lesezeit

Heute möchte ich über etwas sprechen, das sich oft schwer anfühlt und gleichzeitig eines der größten Geschenke unseres Lebens ist. Wenn das Bewusstsein erwacht, beginnt die alte Welt zu sterben. Es geschieht oft sehr langsam. Und doch verändert sich alles.

Immer dann, wenn wir unsere Muster erkennen und alte Glaubenssätze loslassen. Wenn wir aus der Aufopferung aussteigen. Wenn wir Verantwortung zurückgeben, die niemals unsere war. Wenn wir Entscheidungen treffen, die aus unserer eigenen Wahrheit entstehen.

Mit jeder dieser Entscheidungen verändert sich etwas in uns. Und weil wir immer Teil von Systemen sind, verändern sich auch Familie, Partnerschaft, Freundschaften, Beruf und alle Beziehungen, in denen wir leben. Vielleicht warst du der Mensch, der immer Ja sagte. Der Verantwortung übernahm. Der Harmonie bewahrte. Der sich selbst zurücknahm.

Und plötzlich setzt du Grenzen. Du beginnst, dich selbst ernst zu nehmen.

Für dich fühlt es sich an wie Heimkommen. Für dein Umfeld fühlt es sich oft so an, als würden sie dich verlieren. Genau hier tauchen häufig Zweifel auf.

Darf ich das überhaupt? Werde ich egoistisch? Enttäusche ich die Menschen, die ich liebe?

Diese Fragen fühlen sich sehr echt an. Doch meist stammen sie aus der alten Rolle. Aus dem Anteil, der seinen Wert über Anpassung, Verantwortung und das Funktionieren erfahren hat. Dieser Anteil hat Angst, seinen Platz zu verlieren. Doch du nimmst niemandem etwas weg. Du hörst auf, dich selbst zu verlassen. Menschen, die an deine alte Rolle gewöhnt waren, spüren diese Veränderung. Das bisherige Gleichgewicht gerät ins Wanken. Was sie dabei empfinden, gehört zu ihrem eigenen Weg. Vielleicht lädt genau dieser Moment auch sie ein, ihre Kraft wieder in sich selbst zu entdecken. Denn alles, wonach wir unser Leben lang gesucht haben, lebt bereits in uns.

Liebe.

Wert.

Frieden.

Innere Sicherheit.

Sobald wir glauben, ein anderer Mensch müsse uns das schenken, entsteht Abhängigkeit. Und jede Abhängigkeit entfernt uns ein Stück von uns selbst. Mit dem Erwachen des Bewusstseins entsteht eine neue Ordnung. Du wirst zum Mittelpunkt deines Lebens. Aus einer tiefen Verbundenheit mit dir selbst. Du musst nichts mehr im Außen holen, weil du erkennst, dass die Quelle immer in dir war. Dadurch verändern sich auch unsere Beziehungen. Das unbewusste Geschäft „Ich gebe dir, was du brauchst, damit ich bekomme, was mir fehlt“ löst sich langsam auf.

An seine Stelle tritt echte Begegnung. Wir geben aus Fülle. Wir empfangen in Dankbarkeit.

Wir begegnen einander als ganze Menschen. Vielleicht liegt genau darin die Freiheit, nach der wir uns immer gesehnt haben. Wenn das Bewusstsein erwacht, stirbt die alte Welt.

Und mit ihr verschwindet alles, was wir glaubten sein zu müssen.

Was bleibt, ist der Mensch, der wir immer waren.


 
 
 

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