Schuld, Schwüre und negative Energien
- Tom & Alex

- 5. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Auf einer spirituellen Ebene sind Schuld, Flüche, Schwüre und die Vorstellung negativer Energien Ausdruck derselben Dynamik: Wir fühlen uns getrennt von unserem eigenen Licht. In diesen Momenten scheint es einfacher, an dunkle Mächte, fremde Energien oder alte Schwüre zu glauben, anstatt nach innen zu schauen und Verantwortung zu übernehmen.
In der Sicht von "Ein Kurs in Wundern" existiert Schuld überhaupt nicht. Sie ist ein Konstrukt unseres Ego, das uns klein hält, das uns davon abhält, unschuldig und frei in die Gegenwart zu treten. Unser Schöpfer hat Schuld nicht erschaffen. Er hat nur Liebe erschaffen. Und was nicht von ihm kommt, ist letztlich nicht real. Schuld existiert also nur, solange wir an sie glauben und sie in unserem Denken festhalten.
Auf unbewusster Ebene schwören wir uns, nie wieder verletzt zu werden, nie wieder schwach zu sein. Diese Schwüre wirken wie unsichtbare Verträge, die uns vor Schmerz schützen sollen, uns aber gleichzeitig in der Enge des Ego-Denkens gefangen halten.
Der Glaube an dunkle, negative Energien oder Flüche ist oft eine Ausweichbewegung. Er verschiebt die Verantwortung nach außen und gibt uns eine Erklärung, ohne dass wir den Schmerz in uns berühren müssen.
In Wahrheit benutzen wir all das, Schuld, Flüche, Schwüre, auf verschiedenen Ebenen, um nicht fühlen zu müssen, was wirklich da ist: die Angst vor Verlassenheit, die Angst nicht genug zu sein, die Angst, die Liebe zu verlieren.
Ein Mensch hat bewusst einen moralischen Grundsatz der Gesellschaft verletzt, vielleicht hat er gelogen oder jemanden betrogen. Danach fühlt er sich schuldig, weil die gesellschaftlichen Maßstäbe verletzt wurden. Statt in sich hineinzuschauen, wo die Angst, der Mangel oder das Bedürfnis lagen, die zu diesem Handeln geführt haben, projiziert er nach außen: „Es sind schlechte Energien, jemand hat mir etwas geschickt, deshalb geht es mir so schlecht.“
Hier zeigt sich die doppelte Falle des Ego: Erst erzeugt es Schuld, und wenn das zu schmerzhaft wird, liefert es uns die Idee, dass äußere Kräfte verantwortlich sind.
Heilung geschieht, wenn wir erkennen: Schuld ist nicht real. Sie ist nur ein Glaubenskonzept, das uns klein hält. Die eigentliche Einladung liegt darin, hinzuschauen und zu verstehen: Was in mir hat diese Handlung hervorgebracht? War es Angst? War es das Bedürfnis nach Anerkennung? War es eine alte Wunde?
Wenn wir diesen Kern erkennen, verwandelt sich die scheinbare Schuld in Erkenntnis, Mitgefühl und die Freiheit, neu zu wählen. So wird aus der schweren Energie ein Baustein von Bewusstsein.
Spirituell gesehen verschwindet nichts im Universum. Alles wird verwandelt, verwertet, transformiert. Wenn wir den Mut haben, unsere vermeintlichen „Fehler“ in Liebe zu betrachten, sehen wir: Sie sind keine Beweise für Schuld, sondern Einladungen zum Erinnern, dass wir Liebe sind und immer waren.







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