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Das Ego und das höhere Selbst

Das Ego, ein tiefverwurzelter Teil, den wir uns größtenteils im Laufe der Zeit zugelegt haben, entstanden durch nicht erfüllte Erwartungen bzw. Enttäuschungen, kann manchmal eine trügerische Führung sein, besonders wenn es um die Bewältigung vergangener Traumata oder Ängste geht. In solchen Momenten mag das Ego uns glauben machen, dass wir uns schützen sollten und schon fast vor unserem Leben verstecken sollten, damit wir gut durchs Leben kommen. Es lässt uns glauben, dass wir, wenn wir uns nur weit genug vom Leben und von unseren Gefühlen zurück ziehen, wir am besten durchs Leben kommen. Oftmals geht das Ego so weit, dass es uns glauben macht, der Tod eine einfachere oder sogar bessere Option ist als sich unseren innersten Ängsten zu stellen und über unseren Schatten zu springen. In „Ein Kurs in Wundern“ wird das Ego was Wahnsinnig bezeichnet, was diese Denkweise ganz offensichtlich bestätigt. Diese Fehleinschätzung des Ego’s entsteht aus mehreren Gründen.


Das Ego neigt dazu, den Status quo zu bevorzugen, auch wenn dieser schmerzhaft ist. Veränderung, selbst zum Besseren, wird oft als bedrohlich empfunden. Dieser Widerstand gegen Veränderung kann so stark sein, dass selbst der Gedanke an den Tod weniger beängstigend erscheint als die Aussicht, sich unbekannten Herausforderungen zu stellen.


Das Ego speist sich aus vergangenen Erfahrungen und Identitäten. Das Loslassen alter Verletzungen oder überholter Selbstbilder kann sich wie ein Verlust der eigenen Identität anfühlen. In solchen Momenten mag das Ego den Tod als Flucht aus dieser Identitätskrise ansehen.


Das Ego kann in seiner Funktion als Selbstschutzmechanismus irrational handeln, besonders wenn es um tiefe psychische Wunden geht. Es kann versuchen, uns von der Konfrontation mit Emotionen oder Erinnerungen abzuhalten, indem es uns suggeriert, dass Vermeidung (bis hin zum Gedanken an den Tod) der sicherere Weg ist.


Im Gegensatz dazu steht unser höheres Selbst, das eigentliche Selbst, unsere Essenz, die über das Ego hinausgeht und eine tiefere, ganzheitlichere Perspektive bietet. Unser höheres Selbst versteht, dass wahres Wachstum und Heilung, im Gegensatz zum Verharren im Leid, immer der bessere Weg ist.

Es erkennt, dass der wahre Weg zur Freiheit durch das Überwinden unserer Ängste und das Loslassen alter Wunden führt, nicht durch Flucht oder Vermeidung.


Daher ist es entscheidend, dass wir lernen, die Stimme unseres höheren Selbst zu hören und ihr zu vertrauen. Indem wir unserem höheren Selbst erlauben, uns zu führen, öffnen wir uns für tiefere Heilung und echtes Wachstum. Wir können dadurch zu mehr Ganzheit wachsen.

Dieser Weg ist immer die bessere Wahl, da er zu echter Transformation und letztendlich zu einem erfüllteren Leben führt.




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